Hallo 2019.

Hallo 2019.

Hello again.

Seit Juli 2017 habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Das hatte viele Gründe, auf die ich nicht in aller Ausführlichkeit eingehen kann. Aber zuerst einmal möchte ich mich an dieser Stelle bei allen von euch bedanken, dir mir Mails geschrieben haben, mich auf Instagram kontaktiert haben oder auch Kommentare hinterlassen haben. Auch denjenigen, die stille Mitleser waren und/oder sind, möchte ich meinen Dank aussprechen.

Ich habe den Blog damals angefangen, weil ich gehofft hatte, dass mir das Schreiben hilft mit meinen Schmerzen umzugehen. Dieses «Von-der-Seele-Schreiben» hat manchmal funktioniert, in den meisten Fällen hat es mich allerdings eher runtergezogen als aufgebaut.

In den letzten anderthalb Jahren habe ich anfangs sehr viel geschrieben, aber rein gar nichts davon veröffentlicht, denn ich hatte das Gefühl, dass die Gedanken, die mir in dieser Zeit gekommen sind, niemandem helfen würden. Wenn ich das schon selbst nicht als motivierend empfand… wie soll das dann erst für Andere sein? Irgendwann hat kein einziges Wort mehr seinen Weg nach Außen gefunden. Ich brauchte Abstand und Ablenkung.

Seit meinem letzten Beitrag im Juli 2017 ist viel passiert. Seeeehr viel. Mehr als ihr euch vorstellen könnt. Mehr als ich mir vorstellen konnte.
Das, was mich seit Beginn meiner Schmerzen immer am allermeisten gestört hat, war die Tatsache, dass ich keine Diagnose hatte. Nichts Handfestes, das alles erklären konnte. Kein Beweis dafür, dass ich nicht verrückt war und mir das alles nur einbilde. Selbst wenn diese Krankheit, welche auch immer es ist, unheilbar ist, schwerwiegende Folgen hat, möglicherweise sogar tödlich endet, war mir das egal. Jede Krankheit war in meinen Augen besser als meine — nämlich die, die keinen Namen hatte.
Ich wollte eine Diagnose, eine Bezeichnung, ein Krankheitsbild. Ich wollte wissen, womit ich es zu tun habe und wogegen ich kämpfen muss. Ich wollte die Hintergründe kennen, die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten. Aber die Krankheit ohne Namen konnte mir das alles nicht geben.

Tja. Und dann kam der 15. Juni 2018. Der Tag, der mein Leben verändert hat (so kitschig das auch klingen mag…).
An diesem sonnigen Freitag wurde mir mein größter Wunsch erfüllt: Ich habe eine Diagnose bekommen. Schwarz auf weiß. Und ich habe keine Sekunde an ihrer Richtigkeit gezweifelt.

Sobald ich wusste, was nun Sache ist, wollte ich darüber schreiben. Ich habe das ganze Internet durchforstet, um alles über diese Krankheit zu erfahren, was es zu erfahren gibt, und in meiner Euphorie habe ich alles runtergeschrieben, was mir in den Sinn gekommen ist.
Allerdings konnte ich diesen Beitrag, an dem ich tagelang geschrieben hatte, nicht sofort veröffentlichen. Ich musste abwarten und diesen großen Brocken erst einmal verarbeiten und für mich selbst einordnen, was das jetzt bedeutet und wie sich mein Leben dadurch ändert — in positivem, aber auch (und das leider vor allem) im negativen Sinn.

Jetzt wollt ihr sicher alle wissen, um welche geheimnisvolle Krankheit es sich nun handelt und wie sie diagnostiziert werden konnte. In den nächsten Tagen gibt es die Auflösung dieses Rätsels. Wenn ich mehr als vier Jahre darauf gewartet habe, dann könnt ihr sicherlich noch ein, zwei Tage warten 😉

In erster Linie wollte ich diesen Beitrag nämlich verfassen, um euch von Herzen ein frohes neues Jahr 2019 zu wünschen. Ich hoffe sehr, dass es gut zu euch ist. Dass es euch und euren liebsten Menschen Glück, Liebe, Vertrauen in euch selbst und eure Fähigkeiten, aber allem voran Gesundheit schenken wird. Gebt niemals auf und kämpft für das, was euch am Herzen liegt.

2018, ich werde dich vermissen. Ich habe dir unendlich viel zu verdanken. Es war herzzerreißend traurig, wunderschön, turbulent und alles andere als langweilig, anders kann ich das nicht beschreiben, aber alles in allem überwiegt die Dankbarkeit, dass du da warst und mir meinen größten Wunsch erfüllt hast. Ich bin nicht gesund und werde es wohl auch nie wieder sein, aber ich habe die Diagnose, die Bezeichnung, das Krankheitsbild. Danke dafür.

2019, ich weiß nicht, was du bringen wirst. Vermutlich Ganz sicher werde ich Angst haben, mir die Augen ausweinen und mich ab und zu am Rande der Verzweiflung wiederfinden. Aber genauso werde ich lachen bis ich Bauchschmerzen bekomme (und zwar die der guten Sorte ;-)), mein Leben genießen und jeden Tag dankbar sein, dass ich überhaupt leben darf.


Kathi




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